Are you passionate about metaphysics, philosophy of mind, logic, and/or philosophy of physics?
The Master in Philosophy at the Università della Svizzera italiana (Switzerland) could be the best way to pursue your academic ambitions!
The MAP is a 2-year English-taught Research Master focused on preparing students for applying to the most demanding PhD Philosophy programmes worldwide.
* Small interactive classes with outstanding professors<https://www.usi.ch/en/education/master/philosophy/professors>
* Individual tutor for regular meetings, feedback, and academic guidance
* Excellent PhD placement record
* Generous merit-based scholarships and student assistant positions
Application deadline:
30 June for EU students
For more information about the MAP, visit usi.ch/map<http://usi.ch/map> or send an email to map(a)usi.ch<mailto:map@usi.ch>
transmitted from iPad-Client
> Am 02.06.2024 um 18:07 schrieb Karl Janssen <janssen.kja(a)online.de>:
>
> transmitted from iPad-Client
>
>> Am 31.05.2024 um 14:14 schrieb Ingo Tessmann über PhilWeb <philweb(a)lists.philo.at>:
>>
>>
>>> Am 31.05.2024 um 05:55 schrieb Karl Janssen über PhilWeb <philweb(a)lists.philo.at>:
>>>
>>> Freiheit in den Geschlechterbeziehungen haben wir doch bereits mehr als hinreichend, sog. binär, nonbinär, undefiniert etc. Was willst Du mit noch mehr Freiheit auf diesem Gebiet?
>>
>> Moin Karl,
>>
>> solange Abtreibungen (§ 218), Inzest (§ 173) und Pornographie (§ 184) verboten sind, wird die Freiheit in den Geschlechterbeziehungen unnötig eingeschränkt. Als ob Jugendliche an Pornographie Schaden nehmen könnten. Es ist doch absurd, wenn in der Schule im Geschichtsunterricht Kriegsfilme, aber in der Sexualkunde keine Pornofilme gezeigt werden dürfen.
>>
>
> Es wird Dir wohl als Vater und Opa sehr bekannt sein, dass Kinder uneingeschränkten Zugang zur ganzen Palette an Pornoliteratur in Wort und Bild haben und das schon in einem Alter, wo diese Art der Darstellung von Sex in all ihren (sicher auch abartigen) Formen seelentötend ist. Kein Wunder aber, dass Dich das nicht stört, der Begriff von Seele hat bei Dir keine Bedeutung, wie das unsere Diskussionen hier gezeigt haben. für mich mutetet das eigentlich nur noch abartig an, Pornofilme im Schulunterricht zeigen zu sollen.
> Sicherlich kommt es dabei auf entsprechende Differenzierung an und damit auf den Inhalt einer Darstellung schlechthin. So begrüssenswert die Abkehr von ebenso widerlicher Schein- und Doppelmoral ist, so ungut ist die bedingungslose Öffnung hin zu einer grenzenlosen sog. Freiheit, sei diese auf „Reproduktionsmechanismen“ oder eben auf den generellen Umgang mit Sexualität bezogen. Sexualität des Menschen hat immer auch mit Würde zu tun: Dabei gilt es, die temporäre unweigerliche Verletzung von Würde stets wieder zu heilen. Das geschieht in einer liebevollen Zweisamkeit durch entsprechende Zuwendung und ist weit davon entfernt von dem, wie ein Strassenköter sich nach seiner Triebhandlung von einer Hündin trennt, oder eben, wie sich Pornodarsteller nach dem Dreh quasi geschäftsmäßig wieder voneinander lösen. Ein Vorbild, das es im Schulunterricht zu zeigen gilt, kann das nicht sein!
>
> Erziehung (der mittlerweile in entsprechend hyperliberalen Kreisen verpönte Begriff für den elterlichen Einfluss auf deren Kinder hinsichtlich einer hinreichenden Vorbereitung und Ertüchtigung zu eigenem Leben) kann und konnte noch nie ohne Grenzziehung funktionieren, wie das durch das Scheitern der sog. antiautoritären Erziehung bewiesen wurde.
>
>
>>> Klonen als Ausdruck von Freiheit in den Reproduktionsverhältnissen heißt für mich, dass der Mensch sich nun anmaßt, in die seit Millionen Jahren sich durch Evolution entwickelten und durchaus bewährten Menchanismen einzugreifen. Das will gekonnt sein und eben dieses Vermögen spreche ich dem Menschen der Jetztzeit ab. Damit will ich nicht sagen, dass Forschungen, wie sie beispielsweise in der mRNA-Technik etwa zur Entwicklung von Impfstoff dienten, nicht sinnvoll sind. Die Forschenden sollten nur sicher ihres Tuns sicher sein, inwieweit sie in entwickelte Bio-Systeme eingreifen können und vor allem sollten. Du, der die Natur über alles stellt, mutest hier dem Menschen diese eigentlich nicht zu verantwortenden Eingriffe zu?
>>
>> Was soll diese Scheinheiligkeit?
>
> fällt Dir dazu keine treffendere Replik ein - was hat meine Aussage mit Scheinheiligkeit zu tun?
>
>
>
>> Menschen greifen seit Jahrhunderten in die äußere Natur ein und werden sich dadurch womöglich noch selbst ausrotten. Aber wird deshalb der Individualverkehr durch den Gemeinschaftsverkehr oder der Massenverzehr von Tieren durch Pflanzenverzehr ersetzt?
>
> Ob ersteres unausweichlich erfolgen wird, bleibt abzuwarten. derzeit sieht es eher danach aus, dass sich die Menschheit durch Nuklearkriege zu einem signifikanten Teil dezimieren könnte.
> Dass Hochkulturen bei Erreichen, bzw. Überschreiten ihres Zenits plötzlich vom Lebensraum Erde verschwinden, ist historisch nachgewiesen. Es mag wohl immer eine gewisse Dekadenz dafür verantwortlich sein, so eben auch die oben erwähnte Abartigkeit im Umgang mit Sexualität.
>
>
>> Beim Klonen geht es um die innere Natur und über die sollte selbst bestimmt werden können. Säugetiere werden seit 1996 geklont. Welche medizinischen Zusatzprobleme siehst Du denn beim Menschenklonen?
>
> das Grundproblem ist dabei die Gleichsetzung von Tier und Mensch. Es gibt - Gott sei Dank - Tierwohl, aber es gibt auch Menschenwürde und diese Würde sehe ich verletzt, da es eben um den Teil des Menschen geht, der ihn über das Tier erhebt, Waldemar wird hier Schnappatmung bekommen. Doch jeder gebildete Mensch wird den signifikanten (bis heute nicht zu erklärenden) Übersprung vom Tier zum Menschen als ein grossartiges Ereignis der Evolution werten, das den Menschen seither als sich selbst erkennendes, selbst denkendes Kulturwesen in diese Lebenswelt gebracht hat.
> Solange Menschen diesen Übersprung nicht erklären können, sollten sie gefälligst die Finger vom eigenmächtigen Sprung in eine nicht gekannte Entwicklungsstufe lassen und nicht Gottes Werk nachvollziehen wollen.
> Nach wie vor will ich nicht glauben, dass Du mit Deiner Bildung solch ungereimtes Zeug hier zum Besten gibst. So denke ich, es ist mehr Provokation eines Atheisten, der damit einmal mehr jeglichen Gedanken an eine intelligible Kraft und damit jeglichen transzendenten Schöpfungsgedanken im Keim ersticken will.
>
> Ich glaube - obgleich als Katholik - auch nicht an Schöpfung, sehe die biblische Genesis als (historisch bedingt) metaphorische Darlegung evolutionärer Entwicklung (inkl. koevolutionäer Einwirkungen) an, doch ich bin überzeugt von der Existenz einer kosmischen Intelligenz, deren unbegrenztes Wissenspotential in Informationspeichern des Universums (etwa in Ereignishorizonten schwarzer Löcher) abgelegt ist.
>
> Das eigentliche diesbezügliche Verständnisproblem der Menschen liegt doch nur darin, dass man sich nicht vom anthropologisch angelegten Weltbild zu trennen vermag. Geradewegs, als hätte man nicht‘s aus Platons Höhlengleichnis gelernt und sich weiterhin nicht aus den Fesseln zu befreien vermag, somit sich von irreal projizierten Schattenbildern täuschen lässt.
>
> Dabei bietet doch die moderne Astrophysik inzwischen eine Sicht auf Welt und Kosmos, die das Bild von einem Gott auf Wolke Sieben (als Himmel vorgestellt) obsolet werden lässt. Dieser solchermaßen angenommene Gott ist eben kein Mensch (ansonsten er kein Gott wäre) und es ist auch kein ER, sondern ein Vater-Bild, resp. eine Vaterfigur. In fernöstlicher Sicht ist es die „Mutter der tausend Wesen“ (Tao te King), als eine ebenso anmutige, wie auch zutiefst zutreffende Analogie. Und wer sich nicht entscheiden Yin-Yang in der aumkreisung als Ganzheit.
>
hier gab es wohl einen technischen „break“ als ich schrieb:
… und wer sich nicht entscheiden kann zwischen Yin und Yang, bzw. sich dort nicht spezifisch festmachen kann, könnte in der Umkreisung dieses eingängigen Symbols als Empfindung von Ganzheit Orientierung erfahren. Kürzlich gelesen: Mann oder Frau - beide sind Mensch.
Nun ist mir mein Sprung von Erziehung, über Dein Plädoyer für das Zeigen von Pornografie im Sexualunterricht bis nun (wieder mal zu einem Gottesbild hin) selbst etwas zu weit gefasst.
Überdies ist eigentlich - wie Du selbst immer wieder hier bemängelst - alles zu diesen Themen bereits gesagt und somit Wiederholung. Obendrein steht das zum Überdruss festgestellte Faktum im Raum, dass wir beide zufolge diametral entgegengesetzter Weltsichten (vornehmlich gesellschaftliche) niemals zu einem auch nur annähernden Konsens kommen werden.
Doch auch hier gilt wie bei dem hier stattfindenden Diskurs zwischen Waldemar und mir, dass wir nicht im isolierten Bereich eines bidirektionalen Austauschs, sondern in einem philosophisch orientierten Forum diskutieren. Philosophie als die Liebe zur Weisheit, doch diese Liebe ist bisweilen heftig belastet durch eine gnadenlose Lebensrealität, denn was bedeutet schon Philosophie angesichts aktueller Probleme, etwa die hier in der Region gerade sich abwickelnde Flutkatastrophe.
Es sind dann diese Schattenwürfe im Licht des realen Lebens. Geht es um deren Interpretation, erinnert das an das erwähnte Platon‘sche Höhlengleichnis und so finde ich nachfolgende Darlegung sehr eingängig (Quelle ist mir nicht mehr erinnerlich - in prominenter Gesellschaft, dem sog. Scholz-Symptom):
>
> Die Schattenbilder stellen somit nur die Erscheinung der Dinge dar, die von den Gefesselten aber – zumindest im Rahmen ihres derart eingeschränkten Laien- und Alltagswissens – für die eigentliche Realität gehalten wird. Die Projektionsmechanik und somit die Täuschung in dieser Urbehausung des Menschen zu durchschauen, ist nur denjenigen möglich, denen es gelingt, sich aus den Fesseln zu befreien, sich umzublicken und den Weg aus der düsteren Höhle ans Licht anzutreten
>
Diese Passage lässt mich an die Diskussionen hier zum Konstruktivismus denken, eine Sichtweise, die menschliche Wahrnehmung nicht als Erkenntnisvermögen realen Geschehens, sondern als subjektiv geprägte Konstruktion annimmt.
Das scheint geradewegs unser Problem hier zwischen uns zu sein. Subjektive Voreingenommenheit, resp. Prägung.
>>
>>> Mehr Freiheit fordern, erfordert das Wissen darüber, was sie eigentlich bedeutet. Was ist Freiheit? Ich hatte dazu vor Jahren hier eine Stelle in den Apokyphen angeführt, wo Jesus am Sabbath einen arbeitenden Menschen antraf und diesem zu Tode erschrocken „Sünder“ sagte: Wenn du genau weißt, was du tust, bist du gesegnet, wenn du es nicht weißt, bist du verflucht.
>>> Wirkliche Freiheit hat nur derjenige, der also genau weiß, was er tut. Alles andere ist nichts anderes, als sich die Freiheit nehmen und mündet allenfalls in Versuch und Irrtum. Letzter könnte in Bezug auf Klonen fatale Auswirkung haben.
>>
>> Niemand weiß genau was er tut, es geht stets nur um mehr oder weniger wahrscheinliche Abschätzungen der Folgen des Tuns. Anstatt auf Jesus beziehe ich mich lieber auf Sokrates; denn an Wanderprediger orientiere ich mich nicht, wohl aber an Freunde der Weisheit: „Es gehört noch mehr dazu, wirklich frei zu Handeln, als die bloße Einsicht in die Bedingtheit allen menschlichen Tuns: Man muss mitdenken, wenn man etwas tut, gewissenhaft sein. Der Gewissenhafte stellt sich handelnd die Frage danach, wer er selbst sein und in was für einer Gemeinschaft bzw. Welt er leben will. Gradmesser dabei ist jeweils die Möglichkeit der Entfaltung seiner selbst und aller anderen Menschen als selbstbestimmter Personen in einer die Freiheit nachhaltig befördernden staatlichen Gemeinschaft.
Wodurch unterscheidet sich ein Jesus als sog. Wanderprediger von einem Sokrates, der mit seinem Sermon die Bürger auf Athener Plätzen und Strassen nervte? Von beiden Wanderpredigern haben wir keine persönlich verfassten Dokumente. Wo liegt der Unterschied zwischen den Evangelisten und einem Platon oder Xenophon?
>> Für Platon und Sokrates besteht sittliche Freiheit im vollendeten Wissen um das Beste, wozu es einer Art „Messkunst der Seele“ bedarf. Damit haben wir zugleich die eigentliche Bedeutung der Formel, dass Freiheit Einsicht in die Notwendigkeit ist, gewonnen: `Der sittliche Mensch ist sich des Inhalts seines Tuns als eines Notwendigen, an und für sich Gültigen bewusst und leidet dadurch so wenig Abbruch an seiner Freiheit, dass diese vielmehr erst durch dieses Bewusstsein zur wirklichen und inhaltsvollen Freiheit wird, im Unterschied von der Willkür als der noch inhaltslosen und bloß möglichen Freiheit’.“ Ein Zitat aus Hegels Ezkl., § 158. Quelle: PHILOKLES Zeitschrift für populäre Philosophie, Die Möglichkeit von Freiheit, Heft 1/2 2007, S. 28.
>>
Sittlichkeit und freizügiges Zeigen von Pornofilmen im Sexualunterricht - von welchem Wertekodex bist Du denn geleitet?
>> Sokrates folgte zeitlebens dem LOGOS, der sich ihm in der Untersuchung als der Beste erwies. Und Hegel sah Freiheit als Einsicht in die Notwendigkeit. Beiden folge ich als säkularer Ökoliberaler. Warum soll das die Naturnotwendigkeit variierende Klonen von Tieren bei Menschen Probleme nach sich ziehen, die nicht gesellschaftlich lösbar wären?
>>
>>> Dir ist hoffentlich schon bekannt, dass Parthenogenese im Fall diploider Keimbahnzellen keine Rekombination der Gene erfolgt und damit hast Du also Deine Klone, damit ist Dein Anliegen, wie Dein Geschlecht aber dem Aussterben anheim gefallen. Selten habe ich so eine wenig durchdachte Argumentation wahrgenommen! Kann eigentlich nur Provokation sein, bei Deinem Wissen.
>>
>> Dass bei der Parthenogenese Frauen sich nur noch selbst reproduzieren und es verallgemeinert auf eine reine Frauengesellschaft hinausliefe, macht für mich gerade ihren Reiz aus. Endlich gäbe es all das, was Männer sich, der Natur und den Frauen antun, nicht mehr.
>>
Yin ohne Yang? Wie lebensfremd muss man sein, um solches überhaupt zu denken?
>>>> Wenn ich die Kleinfamilie voraussetze, dann orientieren sich die Kinder hauptsächlich an den Eltern. Wenn ich das Aktuell-Unendliche voraussetze, dann sind reelle Zahlen überabzählbar.
>>>
>>> Diese Analogie übersteigt im Moment mein Vermögen, sie zu verstehen. Inwieweit sollten Großfamilien irgendeinen Bezug auf das Aktual-Unendliche haben?
>>
>> Zum zweiten Mal verweigerst Du Dich!? Ich hatte von einer Analogie zum mathematischen Denken geschrieben, die Analogie also formal und nicht inhaltlich gemeint. Wieso siehst Du das nicht? Es ging mir um die zweifelhafte Logik, um wünschenswertes Beweisen zu können, bereits wünschenswertes vorauszusetzen.
>>
Dann solltest Du diese Erklärung hinzugefügt haben, damit überhaupt die Möglichkeit entsteht, diese Analogie als solche zu verstehen. Doch zugegebenermaßen verstehe ich sie auch jetzt nicht. Vielleicht findet sich hier im Forum eine Person, die mir „auf die Sprünge hilft.“
>>> Intuition als Möglichkeit, spontaner Eingebung, resp. Einfühlung in nicht in Worte zu fassende „Secrets“ der Natur dieses Kosmos - meinst Du es so? Dann wären wir diesbezüglich beieinander.
>>
>> Mit dem Bezug auf die sich in die Erfahrung einfühlende Intuition hatte ich mich auf Einstein bezogen und es auch in seinem Sinn gemeint. Der folgte bekanntlich einem Lichtstrahl mit Lichtgeschwindigkeit oder sah einen Handwerker frei unendlich weit vom Dach fallen. Seine Intuition folgte dabei seiner bereits weitgehend invarianten Persönlichkeit. Und siehe da, sie funktionierte auch in der Natur.
Nun, solchermaßen abstrahiert, mag das zu verstehen sein. Lebensrealität sieht anders aus. Als ich seinerzeit vom Dach- auf den Betonboden klatschte, hätte ich eigentlich unendlich weit in ein Jenseits fliegen müssen. Das haben vermutlich ein Dutzend Schutzengel mit dem Ansinnen verhindert, dass ich noch nicht (wenn überhaupt) in ihre Gefilde aufzunehmen sei.
So, nun erstmal ein wirklicher Break und es wird nicht leicht sein, aus diesem fragmentierten Beitrag etwas herauszulesen. Sorry! Das Gefummle auf diesen iDingern ist nichts für mich.
KJ
transmitted from iPad-Client
> Am 02.06.2024 um 20:56 schrieb Joseph Hipp über PhilWeb <philweb(a)lists.philo.at>:
>
>
> kj: In fernöstlicher Sicht ist es die „Mutter der tausend Wesen“ (Tao te King), als eine ebenso anmutige, wie auch zutiefst zutreffende Analogie. Und wer sich nicht entscheiden Yin-Yang in der aumkreisung als Ganzheit.
>
> Wenn ich das alles denken könnte, wäre ich bestimmt glücklich.
>
Darüber kannst Du erst (nach-)denken, wenn Du die Schriften gelesen hast. Jetzt hole ich das Büchlein eben her und zitiere:
Kap. 6) „Der Geist des Tales ist unsterblich: er heißt das dunkle Weibliche./Des dunklen Weiblichen Pforte, sie ist des Himmels und der Erde Wurzel. / unaufhörlich, immerwährend, wirkt es ohne Mühe.“
Als ich diesen Passus vor vielen Jahren zum ersten Mal las, wurde mir sofort klar, dass fernöstliche Spiritualität im Grunde kompatibel zur westlich christlichen ist. Allerdings nur im Grunde, weswegen ich vorhin schrieb, dass das anthropomorphe, patriarchale Gottesbild der christlichen Religion als obsolet anzusehen sei. Gott ist kein ER, sondern eine Wesenheit, die man zwar als Vaterfigur sehen kann oder eben als Mutterfigur - eben in Anlehnung an das Tao Te King: „Die Mutter der tausend Wesen“ s.o.
> Eine "intelligible Kraft" ... wie die "reine Vernunft"?
>
s.o.
> Eine kosmische Intelligenz ... mit wie hohem IQ?
>
s.o.
> Ein "unbegrenztes Wissenspotential" ... wie es in der Universalbibliothek des Jorge Luis Borges vorliegen würde?
>
ja, eben so oder auch als Akasha-Chronik, wenn wir schon bei Esoterik sind.
> Ein "Vater-Bild, resp. eine Vaterfigur" ... müsste es dann nicht gemalt werden können?
>
Wurde und wird tausendfach gemalt, das mir eingängigste Bild ist in der sixtinischen Kapelle des Vatikan zu sehen. Michelangelos bestes Werk!
> Wenn ich das alles verquicken könnte, könnte ich das aushalten?
>
Wenn Du mit „Verquicken“ Verstehen meinst, dann kannst Du es aushalten. „Wenn Du wirklich weisst …, hast du Freiheit, eben auch des Denkens und ohne jegliche Beschränkung. Fernöstliche nennen es Erleuchtung; Wir sagen plump, es ginge ein Licht auf. Unterschiedliche Worte, die aufs Gleiche hinaus laufen. Konvergenz im Sinne des Teilhard de Chardin.
> Zurück zu Erich Fromm, der hier irgendwie beachtet wurde. Er definierte zwei Arten Autorität. Hat das zuvor mit Autorität und Überlegenheit zu tun?
>
> ---------- Zitate-Anfang
>
> Aber es besteht ein grundsätzlicher Unterschied zwischen einer Überlegenheits-Unterlegenheits-Beziehung, die man als eine rationale Autoritätsbeziehung bezeichnen, und einer solchen, die man als hemmende Autoritätsbeziehung beschreiben kann.
>
> .
>
ein eingängiger Begriff der Psychologie.
> ..
>
> Je mehr der Schüler lernt, um so schmaler wird die Kluft zwischen ihm und seinem Lehrer. Er wird dem Lehrer immer ähnlicher. Mit andern Worten, die Autoritätsbeziehung zeigt die Tendenz, sich aufzulösen. Dient dagegen die Überlegenheit der Ausbeutung, wird der Abstand auf die Dauer immer größer.
> ...
>
> Wenn der, der mich beherrscht, ein so prachtvoller oder vollkommener Mensch ist, dann brauche ich mich nicht zu schämen, wenn ich ihm gehorche. Ich kann ihm ja doch niemals gleichkommen, weil er so viel stärker, klüger und besser ist als ich.
Ich habe Jahrzehnte in leitender Funktion gearbeitet und mich nie als prachtvoll oder vollkommen gesehen, habe zu keiner Zeit blinden Gehorsam erwartet oder eingefordert. Wenn diesbezüglich schon das Sprichwort „Ober sticht Unter“ gelten sollte, dann allenfalls in dem Sinne, dass ersterer hinreichenden Überblick des betrieblichen Geschehens haben sollte, den ihm geradewegs seine untergebenen Mitarbeitenden verschaffen sollten, um eine Entscheidung zum Vorteil aller treffen zu können. Da gibt es idealerweise kein Schämen oder eine Überlegen-, resp. Unterlegenheitsbeziehung. Idealerweise, das heisst allerdings auch, dass diese Beziehungen in vielen Bereichen der Arbeitswelt leider existieren.
> Bei dieser den anderen hemmenden Art der Autorität wird daher der Haß oder die irrationale Bewunderung und Überschätzung der Autoritätsperson sich ständig vergrößern. Ein rationales Autoritätsverhältnis wird dagegen im gleichen Verhältnis abgebaut, wie der der Autorität Unterworfene selbst stärker und daher der Autoritätsperson ähnlicher wird.
> ..
Fromm beschreibt hier die üblichen Mechanismen psychosozialer Verhältnisse, wie diese sich in Autoritätsverhältnissen vornehmlich in der Arbeitswelt entwickeln.
Damit nimmt er Formen der heute vorherrschenden neoliberalen Herrschaftssysteme in Arbeits- und gesellschaftlicher Lebenswelt voraus. Diese Herrschaftssysteme sind nicht mehr vordergründig repressiv, sondern subtil seduktiv. So verführt eine übergeordnete Instanz Untergebene durch das Angebot, sich selbst als unternehmende Person zu entwickeln, quasi sein eigener Chef zu sein und somit alle Kraft für ein gemeinsames Unternehmen aufzubringen. Das wird heute durch Homeoffice noch verstärkt. Da ist dann keine unmittelbar sichtbare, disziplinierende, eben unterdrückende vorgesetzte Person vorhanden, der man direkten Widerstand entgegen setzen kann.
Es ist eine subtil angelegte Form neoliberaler Ausbeutung, die heute von vielen arbeitenden, quasi sich selbst ausbeutenden Menschen zu erleben und zu erdulden ist und sich dabei womöglich am Ende noch selbst beschuldigen und schämen. Durchaus ein perfide ausgeheckter Mechanismus, der den hergebrachten Klassenkampf in einen inneren Kampf von Mitarbeitenden verlagert, insoweit diese „Herren und Knechte“ ihrer selbst sind.
> Am 02.06.24 um 18:07 schrieb Karl Janssen über PhilWeb:
>
> > So denke ich, es ist mehr Provokation eines Atheisten, der damit einmal mehr jeglichen Gedanken an eine intelligible Kraft und damit jeglichen transzendenten Schöpfungsgedanken im Keim ersticken will.
> ...
>
> > doch ich bin überzeugt von der Existenz einer kosmischen Intelligenz, deren unbegrenztes Wissenspotential in Informationspeichern des Universums (etwa in Ereignishorizonten schwarzer Löcher) abgelegt ist.
> ...
>
> > Dabei bietet doch die moderne Astrophysik inzwischen eine Sicht auf Welt und Kosmos, die das Bild von einem Gott auf Wolke Sieben (als Himmel vorgestellt) obsolet werden lässt. Dieser solchermaßen angenommene Gott ist eben kein Mensch (ansonsten er kein Gott wäre) und es ist auch kein ER, sondern ein Vater-Bild, resp. eine Vaterfigur.
> ...
>
>
>
> .
> An Stelle der offenen Autorität regiert jetzt die anonyme Autorität. Sie tarnt sich als gesunder Menschenverstand, als Wissenschaft, als psychische Gesundheit, als Normalität oder als öffentliche Meinung. Sie verlangt nichts als das, was »selbstverständlich« ist.
> ---------- Zitate-Ende
> Sollte Erich Fromm den Nagel auch nur ein wenig getroffen haben, so entsteht doch die Frage: Kann ich nur vor der Autorität niederknien? Immer wieder sagen, wie geistesschwach ich gegenüber Einstein bin. Hat mein Leben dann überhaupt einen Wert?
Einstein war und ist Einstein. Ein Genie in einer spezifischen Sparte des Wissens. Du musst gar nicht Einsteins Geniestreich wiederholen, es genügt, sein e=mc^2 zu verstehen und nicht mal das ist zu einem erfüllten Leben erforderlich. Wieviel „wertlose“ Leben müsste es geben, weil das Wissen dieser Welt nicht gewusst oder begriffen ist? Da geht es auch um den signifikanten Unterschied zwischen Wissen und Begreifen!
> Obwohl Karl eine Sorte Tier haushoch (die Elefanten?) über den anderen Tieren sieht, wie hoch ist dann der Abstand bis zur "kosmischen Intelligenz"? Vielleicht hat Karl mich überzeugt: Ich will auch in den Schatten dieser Größe kommen, wenn es zu warm ist, oder in die Leuchtkraft, wenn es dunkel ist. Womit fange ich nur an? Aber mich verbrennen wie die Motten um das Licht will ich nicht.
Mea culpa - ich bin mir schon meiner abstrakt und vermutlich auch bisweilen schwer verständlichen Beitrage bewusst. Wem es zu bunt wird, liest einfach darüber hinweg oder besser noch, bringt sich selbst in eigener Diktion hier ein.
KJ
PS: ach so, noch zur Frage des Abstands zu kosmischer Intelligenz. Da gibt es keinen Abstand. JAHWE - ich bin da!
Man kann zu jeder Zeit, an jedem Ort damit in Verbindung treten, quasi in Resonanz kommen, Das setzt jedoch eine geeignete „Wellenlänge“ voraus, sonst wird aus Interferenz Dissonanz oder einfach „Rauschen“.
> JH
> _______________________________________________
> PhilWeb Mailingliste -- philweb(a)lists.philo.at
> Zur Abmeldung von dieser Mailingliste senden Sie eine Nachricht an philweb-leave(a)lists.philo.at
transmitted from iPad-Client
> Am 24.05.2024 um 09:09 schrieb Ingo Tessmann über PhilWeb <philweb(a)lists.philo.at>:
>
>
> Moin Karl,
>
> Im BERICHT DER KOMMISSION ZUR REPRODUKTIVEN SELBSTBESTIMMUNG UND FORTPFLANZUNGSMEDIZIN ist unter 5.2.2. zu lesen: „Menschenwürdegarantie des Embryo/Fetus: Ob dem Embryo/Fetus der Schutz der Menschenwürdegarantie (Art. 1 Abs. 1 GG) zugutekommt, ist fraglich. Es gibt gute Gründe dafür, dass die Menschenwürdegarantie erst ab Geburt gilt. Doch selbst sofern man von einer vorgeburtlichen Geltung der Menschenwürdegarantie ausginge und sie in diesem Fall mit dem gleichen, vollwertigen Schutz wie für den geborenen Menschen Anwendung fände, bestünde wohl nicht per se ein generelles Abwägungsverbot mit den Grundrechten der Schwangeren.“
>
Solltest Du die päpstliche KOMMISSION zur Verhütungsfrage konsultieren, würdest Du von dieser eine objektive Antwort im Sinne Deiner Anfrage erwarten?
> Entscheidend ist auch für mich, wie ein Kind nach der Geburt behandelt wird und nicht wie es gezeugt wurde.
Es ist doch unbestreitbar, dass sowohl die postnatale, resp. postpartale Phase eines Menschenkindes, wie aber vor allem auch die enge präpartale Beziehung zwischen Mutter und Neugeborenem einen entscheidenden Einfluss auf die spätere körperliche Entwicklung des Kindes hat und darüber hinaus auch auf die psychische Persönlichkeitsentwcklung des Menschen.
Das Faktum postpartaler emotionaler Deprivation ist eindeutig belegt, etwa durch die Erkenntnisse, die man in rumänischen Kinderheimen/Waisenhäusern gewonnen hat, wo emotional vernachlässigte Neugeborene und Kleinstkinder eine verzögerte, zumeist aber eine irreversibel verminderte Gehirnentwicklung hatten.
Die grundsätzlich sehr enge Beziehung zwischen leiblicher Mutter und Neugeborenem beginnt jedoch definitiv nicht erst mit der Geburt des Kindes, sondern die symbiotische Mutter-Kind-Beziehung erfolgt bereits im Mutterleib und ist somit die erste essentielle Verbindung im schon begonnenen Leben eines Menschen.
Hast Du jemals mit einer werdenden Mutter das Ultraschallbild des Babys in ihrem Bauch gesehen? Wenn ja, dann frage ich mich, wie Du Dich zu der Behauptung aufschwingen kannst, menschliches Leben würde erst postpartal beginnen.
Schon die ersten Bewegungen des Kindes im Mutterleib haben - neben der später einsetzenden Erziehungsphase - eine essentielle Bedeutung für die Entwicklung des Kindes. Diese massgeblich prägende Phase kann unmöglich durch artifiziell nachgebildete Mechanismen substituiert werden. Ein Kind, dass sich beizeiten seiner „Erzeugung“ als „Laborratte“ bewusst wird, dürfte bei entsprechender Verinnerlichung dieses Umstandes in eine emotionale Schieflage gegenüber seiner „Elternschaft“ geraten. Nun, wie gesagt: „Brave New World“.
Doch warum sollte ich zu diesem Thema schreiben, da es längst etablierter Erkenntnisstand in der Entwicklungspsychologie ist. Natürlich schreibe ich als Mann und Vater über ein Thema, dass eher aus der Sicht einer Mutter beschrieben werden sollte. Schließlich ist deren innerste Erfahrung einer Mutterschaft auch nur von dieser Seite her authentisch zu beschreiben.
Frauen in philweb? Wohl auch hier eine stark unterrepräsentierte Gruppe.
> Zudem favorisiere ich im Gegensatz zur selbstherrlichen Überhöhung des Menschen durch die Hervorhebung der Menschenwürde die französische Erklärung von 1789: „Die Menschen sind und bleiben von Geburt frei und gleich an Rechten.“ Darauf bezieht sich die französische Verfassung noch heute: „Das französische Volk verkündet feierlich seine Verbundenheit mit den Menschenrechten und den Grundsätzen der nationalen Souveränität, wie sie in der Erklärung von 1789 niedergelegt wurden.“ Die Präambel des GG wird demgegenüber anmaßend eingeleitet mit den Worten: „Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen“.
Was sollte an dieser GG-Präambel anmaßend sein, allenfalls der Bezug auf einen Gott, sofern dieser als autoritärer Platzhalter für den moralischen Anspruch des GG stehen soll..
> Das Nachkriegs-GG war ein Anfang und so gibt es noch viel zu verbessern.
>
Fragt sich, in welchem Geist und Sinne das geschehen sollte, da würde ich eher die „Finger davon lassen“.
KJ
We are pleased to announce that on Friday, May 31 at 17:30 (CEST), Laurie Ann Paul (Yale University) will give the talk The computational self: location in space, time, and possibility as part of the Lugano Philosophy Colloquia Spring 2024 organised by the Institute of Philosophy (ISFI) at USI.
This hybrid talk will take place in the Multiuso room, Theology Building, USI West Campus and online via Zoom. If you are interested in joining it online, please write to events.isfi(a)usi.ch
For more information: https://www.usi.ch/en/feeds/26653
Here is the abstract of the talk:
To think for yourself, you need to be able to solve new and unexpected problems. This requires you to identify the space of possible environments you could be in, locate yourself in the relevant one, and frame the new problem as it exists relative to your location in this new environment. Combining thought experiments with a series of self-orientation games, I will discuss collaborative work that explores the structure of how we perform this computational task. In particular, we propose that the way humans exploit their ability to center on themselves as physical agents in the real world mimics the way we solve what we call "the avatar problem" in a First-person game. In real life, human agents perform the very same computational task, triangulating their perceptual and proprioceptive inputs with different third person representations of themselves to represent themselves as an embodied agent in the world. Understanding this computational feat is relevant for AI researchers trying to build an artificial agent that can truly think for itself and to philosophers interested in centered worlds epistemology.
Dein jüngster Hinweis, Ingo, auf meinen Bezug zu Karen Barad (erstmals 2015) zeigt auf meine zwiespältige Einstellung zu ihr. Wie ich schon zuletzt erwähnte, habe ich mich nun wiederum mit ihrem Hauptwerk „meeting the universe halfway“ beschäftigt und zudem aktuelle Publikationen (Interviews etc.) durchgesehen. Es bleibt bei meinem Zwiespalt: Einerseits großes Einvernehmen mit ihren Aussagen zu Verschränkung, dessen Prinzip sie auf die naturwissenschaftliche Praxis projiziert und damit die Verschränkung von Ontologie und Epistemologie (eben auch als interdisziplinäres Forschen der bislang getrennten Wissenschaftszweige) fordert. So liegt es nahe, dass sie mit ihrem „Agential Realism“ eine Gegenposition zu rein konstruktivistischen wie relativistischen Modellen einnehmen will, die sie grundsätzlich ablehnt (wie ich zutiefst ebenso); Vielmehr lebenspraktischen (brückenschlagenden) Bezug haben für mich ihre Darlegungen der ontologischen und erkenntnistheoretischen Implikationen von Niels Bohrs Quantenexperimenten.
Irritierend wirken auf mich ihre für meine Begriffe bisweilen radikalen Hinwendungen zu einem Feminismus (in Anlehnung an Donna Haraways „Queerness“), mitsamt einem (offensichtlich bewusst gewählten) äußeren Erscheinungsbild, die meinem idealistischem Frauenbild entgegenstehen.
Es wäre töricht, auch nur ein einziges Argument dem allzu sehr berechtigten Anliegen resp. Anspruch, die bislang vorherrschenden patriarchalischen Paradigmen zu überwinden, entgegen zu stellen; dennoch erscheinen mir manche Methoden und Ausdrucksformen des radikalen Feminismus nicht weniger abstoßend, als es die weltweit immer noch vorherrschenden patriarchalen Strukturen sind.
„Wovor haben iranische Mullahs Angst?“ war eine in der faz gestellte Frage, mit der hoffnungsvollen Antwort: „vor wütenden Mädchen“. Damit ist einiges zu diesem Thema gesagt und wer wollte diesen „wütenden Mädchen“ nicht den (durchschlagenden) Erfolg ihrer höchst mutigen Aktionen wünschen; ein Anfang ist gemacht.
Mit Barad kann man nur hoffen, dass vor allem auch die technisch-wissenschaftlichen Innovationen genutzt werden, um einen Paradigmenwechsel im genannten Sinne herbeizuführen.
Bester Gruß! - Karl
We are pleased to announce that on Friday, May 17 at 17:30 (CET), Francesca Poggiolesi (University Paris 1) will give the talk Explaining with reasons: from Aristotle to Explainable AI as part of the Lugano Philosophy Colloquia Spring 2024 organised by the Institute of Philosophy (ISFI) at USI.
This hybrid talk will take place in the Multiuso room, Theology Building, USI West Campus and online via Zoom. If you are interested in joining it online, please write to events.isfi(a)usi.ch
For more information: https://www.usi.ch/en/feeds/26653
Here is the abstract of the talk:
Explanations, and in particular explanations which provide the reasons why their conclusion is true, are a central object in a range of fields. On the other hand, there is a long and illustrious philosophical tradition, which starts from Aristotle, and passes through scholars as Leibniz, Bolzano and Frege, that give pride to this type of explanations, and is rich with brilliant and profound intuitions. Recently, Poggiolesi (2024) has formalized ideas coming from this tradition using the logical tools proper to proof theory. On the one hand, recent work has focused on Boolean circuits that compile some common machine learning classifiers and have the same input-output behavior. In this framework, Darwiche and Hirth (2023) have proposed a theory for unveiling the reasons behind the decisions made by Boolean classifiers, and they have studied their theoretical implications. In this talk we will show the deep links behind these two trends: in particular, we will show that the proof-theoretic tools introduced by Poggiolesi can be used to compute the complete reasons behind the decisions made by Boolean classifiers and we will illustrate them using examples. This is a joint work with B. Hill (GREGHEC, Paris).
We are pleased to announce the workshop Philosophy of Spontaneous Collapse, scheduled for 20-21 May 2024 at the University of Italian Switzerland (Lugano).
The aim of the workshop is to discuss the main philosophical implications of the spontaneous collapse models (SCM) of quantum mechanics. Since they were first proposed in the late '80s, the SCM have been among the most discussed solutions to the measurement problem.
In this workshop, some of the main figures in the debate on these models (both physicists such as Angelo Bassi and Daniel Sudarsky, as well as philosophers like David Albert, Valia Allori, Matthias Egg, and Tim Maudlin) will discuss the viability, the future prospects, and the ontological consequences of SCM.
The workshop is organised within Cristian Mariani SNF Ambizione project ‘Quantum Indeterminacy' (grant #208762).
More information is available here: www.usi.ch/en/feeds/27363<http://www.usi.ch/en/feeds/27363>
For any query or to get the zoom link: events.isfi(a)usi.ch<mailto:events.isfi@usi.ch>